2008

Liebe Leser

Liebe Leser!

Niemand von uns hätte je gedacht, dass das Jahr 2008 so zuende gehen würde. Es hatte sich schon angedeutet im Laufe des Jahres, als große, wenn auch ausländische Banken, in Zahlungsschwierigkeiten kamen. Was nur eine Andeutung war entwickelte sich mehr und mehr zu einer Katastrophe, deren ganze Auswirkungen wir nur erahnen können. - Und das macht Angst und die Verunsicherung ist groß, weil es keine klaren und plausiblen Erklärungen gibt. Es wird immer nur so viel gesagt, was eigentlich schon bekannt ist.

Liebe Leser

Das Reformationsfest gibt es als gesetzlichen Feiertag nur im Osten Deutschlands. Ein Feiertag, der bei der Wende „herübergerettet“ wurde.
Es ist wichtig, dass arbeitsfreie Tage, Feiertage, ihre Bedeutung behalten. Oft geht der Trend dahin, einfach die Freiheit von der Arbeit zu „genießen“ und die Inhalte selbstbestimmt fest-zulegen. Wie viel geht dabei verloren!
Es ist jedoch lohnend, zu fragen: Wie wurden die Fest- und Feiertage früher gefeiert?
Der Monat Oktober mit seinem Erntedank- und Reformationsfest, aber auch jeder Sonntag kann Anregung sein, einmal alt gewordene Menschen zu fragen oder in Büchern zu lesen mit der Zielstellung: Wie war es früher? Und da war vieles gut oder zumindest besser als heute.

Preis und Anbetung sei unserm Gott

Marias Lobgesang

„Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder.
Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.
Und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten.
Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn.
Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen.

Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit.“

... aber da könnte es persönlich werden

Diesen Satz hörte ich, als ich einen Hauskreisleiter einer Gemeinde an meinem Wohnort fragte, ob ich denn seinen Hauskreis mal besuchen könne. Wie kam es denn überhaupt dazu, dass ich das fragte?

Da war zum einen das Motto unseres 50-jährigen Bestehens und zum anderen das Zeugnis einer Glaubensschwester, die sich im brennenden Bekennen einer Sehnsucht nach mehr Gemeinschaft mit Christen, mehr Beschäftigung mit dem Wort Gottes, mehr Gebetsgemeinschaft und nach mehr gelebter, sichtbarer Beziehung zu Jesus Christus unserem Herrn und Retter einer anderen Glaubensgemeinschaft anschloss. Sehr, sehr selten hatte ich zuvor ein solches Bekennen der Sehnsucht nach Jesus oder Gespräche über eine lebendige Beziehung zu Jesus erlebt.

Seht auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens

Hebräer 12,1-3

Das alte Jahr geht zu Ende. Wir werden erneut an die Vergänglichkeit alles Irdischen erinnert. Wir wollen Gott danken, dass er uns bisher durch die Zei¬tenläufe gut hindurch gebracht hat. Was dabei am meisten zählt, ist die Feststellung, dass wir Glauben behalten haben, in der Gemeinde stehen und unsere Zuversicht nach wie vor auf Gott, unsern Herrn, setzen können. Sein Wort, die Führung durch seinen Geist, seine göttlichen Gnadenerweisungen sind unverdiente Segnungen, die unser Leben bisher erhalten haben.

Eine stille, heilige Nacht

Auch wenn es erst Mitte November ist, kreisen die Gedanken immer mehr um das Weihnachtsfest, die Advents- und Weihnachtszeit. Soweit es die Zeit zulässt, stöbert man vielleicht in Büchern herum, hört sich vielleicht schon etwas weihnachtliche Musik an oder macht sich wie ich, Gedanken darüber, was im Gemeindeblatt für Dezember geschrieben werden kann. Dabei stieß ich auf folgende Geschichte.

Eine alte Legende erzählt: Als die heilige Nacht sich auf die Erde herabsenkte, war es die dunkelste Nacht, die man je gesehen hatte. Die Flüsse hielten in ihrem Lauf inne, die Wellen schlugen nicht mehr an den Strand, kein Lüftchen regte sich. Die ganze Natur stand regungs-los, um die heilige Nacht nicht zu stören.

Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt!

Dieses Bild (in der Printausgabe) ist ein Schnappschuss während unsrer Reise nach Brasilien im Oktober 2005. Beim Übersetzen vom Festland auf einen Schoner in einer der vielen Buchten Brasiliens ist mir dieses Schiff vor die Linse gekommen. 100% Jesus – was für ein Name und … was für ein Auftrag für die Gemeinde Gottes in dieser Zeit. Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, ist mehr als ein Gedicht oder ein Lied: es ist Auftrag! Und hier möchte ich einmal die zweite Strophe des bekannten Liedes „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ zitieren:

Zum Jahresende

Liebe Glaubensgeschwister,

das Jahr 2008 geht zuende, begleitet von nie geahnten Turbolenzen in der Gesellschaft. Nachrichten schrecken uns auf und machen deutlich, wie weit sich die Menschen von Gott und dem neuen Leben in Jesus Christus entfernt haben.

Wo stehen wir? „Ich lebe, und ihr sollt auch leben“, spricht uns unser Herr Jesus zu. Wie hat uns das Wort Jesu als Jahreslosung begleitet?

Jesus spricht uns Leben zu, wo doch vieles um uns herum in Agonie zu liegen scheint. So macht er uns Mut, gibt Zuversicht, ihm dürfen wir vertrauen, sein Wort ist wahrhaftig, darauf können wir uns verlassen. Das gibt auch im Rückblick auf ein Jahr Mut und Zuversicht und Hoffnung auf dem Weg des Glaubens weiterzugehen.

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