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Liebe Leser

Liebe Leser!

Niemand von uns hätte je gedacht, dass das Jahr 2008 so zuende gehen würde. Es hatte sich schon angedeutet im Laufe des Jahres, als große, wenn auch ausländische Banken, in Zahlungsschwierigkeiten kamen. Was nur eine Andeutung war entwickelte sich mehr und mehr zu einer Katastrophe, deren ganze Auswirkungen wir nur erahnen können. - Und das macht Angst und die Verunsicherung ist groß, weil es keine klaren und plausiblen Erklärungen gibt. Es wird immer nur so viel gesagt, was eigentlich schon bekannt ist.

Liebe Leser

Das Reformationsfest gibt es als gesetzlichen Feiertag nur im Osten Deutschlands. Ein Feiertag, der bei der Wende „herübergerettet“ wurde.
Es ist wichtig, dass arbeitsfreie Tage, Feiertage, ihre Bedeutung behalten. Oft geht der Trend dahin, einfach die Freiheit von der Arbeit zu „genießen“ und die Inhalte selbstbestimmt fest-zulegen. Wie viel geht dabei verloren!
Es ist jedoch lohnend, zu fragen: Wie wurden die Fest- und Feiertage früher gefeiert?
Der Monat Oktober mit seinem Erntedank- und Reformationsfest, aber auch jeder Sonntag kann Anregung sein, einmal alt gewordene Menschen zu fragen oder in Büchern zu lesen mit der Zielstellung: Wie war es früher? Und da war vieles gut oder zumindest besser als heute.

Liebe Leser

Das Licht ist das einzige Mittel gegen die Finsternis. Denn es ist ein Phänomen, dass überall dort, wohin kein Licht dringt, Finsternis bleibt. Sie wird nur dort verdrängt, wohin das Licht scheint.

Gegen Ende des Jahres sind die hellen Stunden knapp bemessen, die dunklen Stunden haben die Übermacht. Wir sind froh, dass das nicht so bleibt, sondern im Jahreslauf die hellen Stunden wieder mehr und die dunklen Stunden wieder weniger werden. Gerade in den dunklen Stunden schaffen wir uns Licht, helles Licht zum Arbeiten, gedämpftes Licht zum Beisammensitzen.

Kindertag in Ostdeutschland

„Ich kann alles !?!“

Am 28. Juni fand unser diesjähriger Kindertag in Netzschkau statt.
Es trafen sich die Kinder und ihre Eltern der Gemeinden Ostdeutschlands, sowie sieben Gastkinder aus der Einrichtung „Leuchtturm”, dessen Arbeit unsere Gemeinde seit Jahren unterstützt.
Der Gottesdienst stand unter dem Thema „Ich kann alles !?!”.
Hintergrund war die Jahreslosung, sowie die Begegnung Jesu mit dem reichen Jüngling. Dazu wurde Lukas 18, 8 - 30 vorgelesen, wobei es um die Frage „Was kann ich tun, um selig zu werden?” ging.

Der Gottesdienst wurde vom Evangelisten Stefan Roth geleitet, der ihn in drei Bereiche untergliederte: Was ist unser Ziel? Was hindert uns, dieses Ziel zu erreichen? Wie werde ich befreit von hinderlichen Lasten?

100 Jahre Apostel Rudolf Ludwig

Zum 100. Geburtstag
von Apostel Rudolf Ludwig

In der Zeit seines Wirkens entwickelte sich zu den Glaubensgeschwistern in den verschiedenen Gemeinden ein vertrauensvolles Verhältnis. Besonders fühlte er sich den Kindern, der Jugend und den Chören verbunden und förderte sie nach besten Kräften.
Noch heute wirken Schwestern und Brüder als Organisten, denen er Harmonium-Unterricht erteilt hatte. Er selbst war ein begnadeter Musiker.

Regelmäßig führte er Unterweisungen für Kinderlehrer, Jugendleiter, Dirigenten und Organisten sowie für Brüder im priesterlichen Dienst durch. In politisch brisanten Zeiten rief er interessierte Geschwister zu sogenannten „I-Gesprächen“ zusammen.

Zum Jahreswechsel

„Der Herr behütet dich vor allem Übel,
Er behüte deine Seele.
Der Herr behüte deinen Ausgang
und Eingang
von nun an bis in Ewigkeit.”
Psalm 121, 7. 8

Im Rückblick auf ein Jahr, dass in unserem Land von Krisen und Krieg – wenn auch nicht immer so bezeichnet – geprägt war, fragen wir uns, was wird das neue Jahr bringen? Wird es besser werden als das alte, oder wird es noch ärger werden? Wer wird uns in diesen Zeiten schützen, behüten?

Jesu Stammbaum

etwas besonders Einzigartiges, etwas Anstößiges …

In der Advents- und Weihnachtszeit begegnen uns immer wiederkehrende Texte, die uns mehr oder weniger bekannt sind.
Andere Bibelstellen, die sich mit der Weihnachtsgeschichte befassen, scheinen dagegen kaum von Bedeutung zu sein. Gerade ein Stammbaum, wie der von Jesus spielt dabei kaum eine Rolle.
In anderen Gegenden der Welt ist der Nachweis der Herkunft entscheidend, weil er über die Stellung in der Gesellschaft bestimmt.
So will uns auch der Stammbaum Jesu aus Matthäus 1, 1 - 17 etwas über seine Stellung sagen. Mit zwei Fragen kann man erstaunliches entdecken.

Was ist das Besondere, Einzigartige?

Matthäus schreibt einen Stammbaum der Erwählung (er schreibt an Juden). Deshalb beginnt er mit Abraham.

Was macht Weihnachten wirklich aus?

Als ich eines Tages Ende September nach einem sehr bewegten Arbeitstag spät nach Hause kam und abends noch meine E-Mails checkte, fand sich eine Nachricht von unserem Apostel Gert Loose darunter. Er bat mich um einen Artikel für den Dezember-Herold 12/09; vielleicht hätte ich etwas in meinem Fundus, oder ggf. auch etwas Neues; Abgabe in reichlich einer Woche.
Um es voraus zu schicken – auf einen passenden Artikel in einem „Fundus“ konnte ich nicht zurückgreifen.

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